25.11.2016 feministische Kneipe Purple Planet: Für-Sorge(n): Feministische, kapitalismuskritische Blicke auf Arbeit – Macht – Geschlechterverhältnisse

Freitag, 25.11.2016, 20 Uhr
Café Gegendruck, Fischergasse 2, HD-Altstadt

(If you need a translation into English, tell the organizers! English version below)

Die feministische Kneipe Purple Planet im November bringt einen Input – danach gibt’s wie immer Raum für Diskussionen und nen gemütlichen Abend.

Im Tumult der Bedeutungsverschiebungen und De-Thematisierung von Geschlecht bleibt sowohl die Zuständigkeit von Frauen* für Fürsorge-Arbeit als auch die Abwertung dieser unerlässlichen Tätigkeiten hartnäckig bestehen. Zugleich tauchen Schwierigkeiten auf, eine kollektive Betroffenheitslage zu artikulieren. Der Vortrag spürt der Kernfrage nach, wie aus feministischer Genderperspektive das gute Leben für alle* in den bestehenden vermachteten Strukturen und vorherrschenden Verhältnissen gestaltbar ist.
Nach einer Bestandsaufnahme und Begriffsklärungen flechten meine Überlegungen un/mögliche gesellschaftliche Veränderungen in das Fragemuster ein. Im Vordergrund steht die Schärfung des Blicks auf die Un/Sichtbarkeit von Care-Arbeit im weißen patriarchalen Kapitalismus, um so in der anschließenden Diskussion dem Fragebündel zur Re/Politisierung von Fürsorge-Arbeit möglichst differenziert begegnen zu können.

mit Sandra Hettmann, Gender- und Literaturwissenschaftlerin*, Lyrikerin*

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Concerns for/over others: feminist anticapitalist perspectives on work – power – gender relations

November’s feminist bar Purple Planet will present an input – afterwards there will be space for exchange in a cozy environment, as always.

What persistently remains unchanged in the turmoil of shifts in meaning and the de-focusing of gender is both women*’s responsibility for care work and the devaluation of this indispensable work. At the same time difficulties arise in articulating how a situation collectively affects women*. The talk will trace the key question how to shape a good life for everyone* within the existing structures and hegemonic conditions, steeped in power as they are.
After clarifying some concepts and reviewing the issues at hand the speaker’s thoughts will interlace im/possible changes in society with the pattern of questions. The focus will be on raising awareness about the in/visibility of care work in White patriarchal capitalism, in order to enable us to tackle the fuzzy bundle of questions about the re/politicisation of care work in a manner as differentiated as possible in the ensuing discussion.

with Sandra Hettmann, researcher in Gender & Literary Studies and poet